Tankerunfälle


Nachdem der Öltanker "Baltic Carrier" in der Kadetrinne mit einem Frachter zusammen gestoßen ist, liefen über 2000 Tonnen Schweröl in die Ostsee.

Die Ursache für 9% des in die Nordsee gelangenden Öls sind Tankerunfälle. Auf Grund der Unregelmäßigkeit und Unvorhersehbarkeit dieser Ereignisse ist dieser Wert starken Schwankungen unterworfen. In den letzten 20 Jahren gab es in der Nordsee 3 schwere Tankerunfälle, bei denen insgesamt 170.000 t Öl in die Nordsee bzw. unmittelbar angrenzende Meeresgebiete gelangten. Es handelt sich dabei um den Öltanker "Braer", der 1993 vor der Küste Shetlands sank, um den Öltanker "Sea EmpressDer Tanker Sea Empress verunglückte im
Jahr 1996 an der Küste von Wales und
verursachte eine schwere Ölverschmutzung.
", der 1996 vor der Küste Wales einen Unfall hatte und dabei beschädigt wurde, sowie um den Öltanker "ErikaDer Tanker Erika verunglückte im Jahr 1999
an der Küste der Bretagne und verursachte
eine Ölpest.
", der 1999 vor der Küste Frankreichs eine Ölpest verursachte. 2002 kam es in der Ostsee zur Havarie des Öltankers "Baltic CarrierDer Tanker Baltic Carrier stoß im Jahr
2001 zwischen der dänischen Insel Falster
und der Halbinsel Darß mit einem Frachter
zusammen. Dabei liefen etwa 1.000 Tonnen
Öl in die Ostsee.
". Damals liefen nach einer Kollision mehr als 2700 t Öl aus und verschmutzten die dänische Küste. Seit den schweren Tankerunfällen in Europa hat sich die EU-Kommission verstärkt mit der Verbesserung von Vorschriften zu Schiffssicherheit und Umweltschutz befasst. Auf nationaler Ebene wurde ein umfangreiches Sicherheitskonzept entwickelt, das Vorschriften und Maßnahmen zur Verkehrsunterstützung und Verhütung von Unfällen enthält. Vereinbarungen mit den Nachbarländern über gegenseitige Unterstützung, Information und Hilfeleistung sorgen für zusätzliche Sicherheit.