Sand- und Kiesgewinnung

Bei der Sand- und Kiesgewinnung kommt es zu vielen negativen Auswirkungen auf die Meeresumwelt.

Bei der Sand- und Kiesgewinnung kommt es zu vielen negativen Auswirkungen auf die Meeresumwelt.

Der Meeresbergbau leistet einen wichtigen Beitrag zur Rohstoffversorgung aus heimischen Vorkommen. Die Rohstoffe, die in Nord- und Ostsee gewonnen werden, umfassen Steine, Sand und Kies als Materialien für den Küstenschutz sowie den Hafen- und Straßenbau. Bei der Sand- und Kiesentnahme kommt es zu vielen negativen Auswirkungen auf die Meeresumwelt, denn Teile von Sandbänken mit all ihren Lebewesen, die dort vorkommen, werden dem Meer entnommen. Eine Wiederbesiedlung durch die früheren Bewohner ist danach meist nicht mehr möglich, da die Korngrößen des Sediments nach dem Eingriff verändert sind. Sandaale, die die Hauptnahrung für viele Vögel, Fische, Robben und Schweinswale darstellen, finden keine Unterschlupfmöglichkeiten mehr. Deshalb schadet der Sandabbau langfristig auch anderen Tieren. Weitere Folgen, die beim Baggern auftreten, sind eine erhebliche Wassertrübung sowie erstickende RiffEin Riff ragt vom Meeresboden herauf. Hier
findest du Felsen und Steine in
kiesig-sandiger Umgebung. Ein Riff ist
dauerhaft überflutet und häufig mit
Muscheln oder Großalgen bewachsen.
e. Die Geräuschbelastung ist ebenfalls nichts zu unterschätzen. Noch in 25 km Entfernung ist der Saugbagger unter Wasser zu hören. Das stört insbesondere Meeressäuger wie Schweinswale und Robben.