Beifang

Beifang an Bord eines Fischers: Krabben, Rochen, Muscheln und zu kleine Fische.

Beifang an Bord eines Fischers: Krabben, Rochen, Muscheln und zu kleine Fische.

In der Fischerei gibt es den sogenannten Beifang. Das bedeutet, dass neben den gewünschten Arten viele andere Arten ungewollt mitgefangen werden. Meistens werden diese dann tot oder sterbend ins Meer zurückgeworfen. Es kann nicht sicher festgestellt werden, wie hoch die jährliche Beifangzahl ist, aber sie wird zwischen 6,8 und 27 Millionen Tonnen geschätzt. Welche Arten ungewollt gefangen werden, hängt von der jeweiligen Fangmethode ab. Delfine und Schweinswale verenden in Netzen. Durch die Langleinenfischerei kommen viele Seevögel um. Sie tauchen nach den angebrachten Ködern und verschlucken sie zusammen mit dem Haken. So werden sie unter Wasser gezogen und ertrinken. Bei der Grundschleppnetzfischerei werden Netze über den Meeresboden gestreift, so dass dort neben den gewünschten Arten viele Krabben, Seesterne und andere Meerestiere hinein geraten. Bei einem einmaligen Schleppnetz-Einsatz gehen in einer Region bis zu 20 % der am Meeresgrund lebenden Pflanzen und Tiere verloren. In der Nordsee werden größere Bereiche bis zu dreimal jährlich umgepflügt. Dadurch werden Seegraswiesen und Kaltwasserkorallen zerstört.